Vereinsreise nach Innsbruck


Vereinsreise nach Innsbruck

06. - 10. Juni 2007




Wie in den letzten Jahren schon fast Tradition veranstaltete die IGN Anfang Juni 2007 ihre Mehrtagesreise mit dem Bus, Ziel war diesmal Innsbruck.

Zu nächtlicher Stunde trafen sich die 23 angemeldeten Teilnehmer an den Abfahrtspunkten Käfertal und Edingen. Unser Fahrweg führte über das Walldorfer Kreuz über die A6 bis zum Kreuz Feuchtwangen, ab dort weiter auf der A7 bis Aalen, hier wurde die Autobahn verlassen, um unser erstes Etappenziel, die Härtsfeld-Museumsbahn in Neresheim anzusteuern.

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Die Härtsfeldbahn Aalen – Neresheim - Dillingen, einst über 40 km lang wurde bereits 1972 stillgelegt und danach umgehend abgebaut. In den letzten Jahren konnten engagierte Eisenbahnfreunde zunächst ein 3,5 km langes Teilstück wieder aufbauen, weitere Verlängerungen sind geplant. Von besonderem Interesse war natürlich der ehemalige OEG-Beiwagen 131, der, frisch aufgearbeitet und hauptuntersucht als HMB 5 in den Museumszug eingereiht war. Freundlicherweise hatte man die Plätze für uns in diesem Wagen reserviert, und es hat sich gelohnt. Obwohl der Wagen im Aussehen etwas an die eigenen früheren Wagen der Härtsfeldbahn angepasst wurde, ist er sehr gut gelungen, und es war eine Freude, darin mitzufahren.

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Entgegen der ursprünglichen Planung machten wir unsere Mittagspause gleich im Anschluss an die Dampfzugfahrt in der Bahnhofsgaststätte von Neresheim, ich glaube, da waren wir allemal besser bedient, als auf einer Autobahnraststätte. Unser weiterer Weg führte uns über das Allgäu nach Garmisch-Partenkirchen, von dort über Mittenwald schließlich nach Innsbruck, wobei besonders der letzte Abschnitt mit teilweise 16% Gefälle einige Anforderungen an das Können unseres Busfahrers stellte.

Auch der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Dampfbetriebs, war doch der Besuch der Zillertalbahn sowie der Achensee-Dampfbahn angesagt. Nach kurzer Busfahrt erreichten wir Jenbach, den Ausgangspunkt beider Bahnen. Der Dampfzug der Zillertalbahn erreichte eine beachtliche Länge, daher wurde er auch in Doppeltraktion bespannt. Wie sich zeigte, muss sich auch der Dampfzug mit seinen Fahrzeiten „ranhalten“, um mit dem schnellen Regelbetrieb mithalten zu können, immerhin wird mit den Dieselzügen auf 760 mm Spurweite eine respektable Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h erreicht.

Glaubte man sich bei der Zillertalbahn schon in die gute alte Zeit versetzt, so war die anschließende Fahrt auf der Achenseebahn noch um einiges uriger. Die 110 Jahre alte Lok schüttelte uns kräftig durch, und blieb dann auch noch mitten auf der Strecke stehen – Dampfmangel, offenbar war die Wendezeit in Jenbach zu kurz gewesen, um genug Dampf zu kochen. Aber auch diese Fahrt überstanden wir letztlich gut und so konnten wir uns, wieder zurück in Innsbruck, jeder auf seine Weise dem örtlichen Nachtleben widmen.

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Der Samstag stand im Zeichen einer Straßenbahn-Sonderfahrt. Um 9:00 Uhr wurden wir im Betriebshof erwartet, wo der Tw 1 des Tiroler Museums für uns bereitstand. Zunächst gab es eine ausführliche Stadtrundfahrt, bei der, wo immer es möglich war, Fotohalte eingelegt wurden. Bei strahlendem Sonnenschein waren manche Motive durchaus „postkartenverdächtig“. Die Mittagspause verbrachten wir im Tiroler Kleinbahnmuseum, wo uns nach ausgiebiger Besichtigung gegen einen geringen Unkostenbeitrag ein kleiner Imbiss gereicht wurde. Danach ginge es nochmal auf die Strecke, befahren wurde die Linie 6 nach Igls. Dass die Fotografen hierbei auf ihre Kosten kamen, braucht nicht gesondert erwähnt zu werden. Besonders Highlight war, dass an diesem Tag zwei Sonderzüge auf der Strecke waren. Den uns nachfolgenden Zug, bestehend aus Triebwagen 4 mit drei der für Innsbruck typischen kurzen Beiwagen, der für eine Hochzeitsgesellschaft angemietet war, konnten unsere Teilnehmer alternativ für die Rückfahrt nutzen. Wieder im Betriebshof angekommen, war die Sonderfahrt zu Ende, einige Teilnehmer fuhren noch mit der Stubaitalbahn nach Fulpmes, andere nutzten die Zeit zu einem Stadtbummel.

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Die Rückfahrt nach Hause am nächsten Tag erfolgte, der schönen Landschaft wegen über den Arlberg, dank der Fahrkünste eines Vereinsmitglieds verlief sie ohne besondere Ereignisse.